Zweite erkämpft endlich Punkte

Nach zwei wenig ruhmreichen Verlusten in der Verbandsklasse gelang der 2. endlich ein Sieg. Gegen die 2. Mannschaft des Rhedaer Schachvereins war trat die Mannschaft gut besetzt an, musste aber schon bald einen Rückstand verkraften, da Reinhard Geisler versehentlich ein Figur einstellte, so dass die Partie schon bald nicht mehr zu retten war.  Für Ausgleich sorgte Mesud Mujanovic, der endlich wieder einen seiner scharfen Angriffe auf den gegnerischen König durchziehen konnte. Umgekehrt geriet Ralf Diele am Ende der Eröffnung in einen ebenso schweren Königsangriff, der ihn einen Läufer kostete. Obwohl er kaum Kompensation für diesen Verlust hatte, kämpfte er lange weiter, konnte aber im Endspiel den Verlust nicht vermeiden. Königsangriff auch am 8. Brett durch Volker Meise, der seine Gegnerin stark unter Druck setzte. Nach einem folgenschweren Fehler konnte Volker den Punkt früher als erwartet mitnehmen. Am ersten Brett hielt sich die Partie lange im Remisbereich, bis dann der Rhedaer ein Zwischenschach übersah, das ihn eine Figur kostete. Nach einen kurzen Rückzugsgefecht konnte Michael Henkemeier den Punkt kassieren. Jetzt drohte allerdings der Kampf zu kippen: Malte Prochnow konnte an Brett 2 leichte Vorteile nicht ausbauen, während Joshua Schramm in Zeitnot seine Dame gegen einen Turm geben musste und Kacper Mindak durch einen Trick seiner Gegnerin auch in Figurennachteil geraten war.  Nachdem Malte dann in das wohl unvermeidliche Remis eingewilligt hatte, kämpften beim Stand von 3,5 zu 2,5 die beiden Wertheraner mit erstaunlicher Zähigkeit weiter. Joshua konnte mit seinem aktiven Turmpaar den Gegner soweit einschüchtern, dass der mehrere Bauern abgab; am Ende entstand ein Endspiel Dame gegen Turm+Läufer+Bauer, in dem Joshua seinen König so gut hinter den Figuren versteckte, dass ein Remis unausweichlich war. Auch Kacper hatte seine Gegnerin durch sein aktives Spiel so stark irritiert, dass sie kaum noch Zeit auf der Uhr hatte und am Ende ein Remis durch Zugwiederholung produzierte.  Kacper – gerade erst neu in die Mannschaft gekommen – steht in der Topscorerliste der Liga auf Platz 2 (!) und stellt eine enorme Bereicherung für die Mannschaft dar. Das gleiche gilt auch für Neuzugang Joshua Schramm, der mit dem Niveau der Verbandsklasse ebenfalls keine Schwierigkeiten hat.

 

NRW-Klasse 3. Spieltag: SV Kamen – SK Werther 4:4 / Hufendieks Springertrick

Kamen (ehu). Mit einer halben Stunde Verspätung startete der Kampf – ein Unding. Als die Kamener die Spieltische im Flur der Volkshochschule aufgebaut hatten, wunderte nicht nur mich die unmittelbare Nähe zur Herren-Toilette: Nur einen Meter weiter und unser Ersatzmann Reinhard Geisler hätte direkt in der offenen Klotür seine Züge ausführen müssen.

Als Bretter und Figuren aufgestellt waren, fragte ein Kamener in die Runde, ob es jemanden zu dunkel zum Spielen sei. Die Frage verdeckte eine bis dahin vorenthaltene Info: Im Flur ließ sich offenbar kein Licht einschalten. Ich wollte vorschlagen, die Tür zur Damentoilette am zweiten Brett ebenfalls zu öffnen, damit das Licht von dort – plus das Licht aus der Herrentoilette – einen Teil des Flures erhelle.

Doch Jonas kam mir zuvor und merkte an, dass der Kampf durchaus bis fünf Uhr dauern könne, und es zu dem Zeitpunkt stockdunkel wird. Das erzwang einen Umzug vom Erdgeschoss ins Obergeschoss. Über zwei Treppen balancierten die Spieler die Figuren auf den  Brettern.

Im neuen Raum ließ sich elektrisches Licht zuschalten. Nie hätte ich gedacht, das mir das eine freudige Erwähnung wert ist. Ein Kamener fragte, ob es hier auch eine Toilette gebe. Nein. Eine Enttäuschung war ihm hinter seiner Maske garnicht anzusehen.

Kurz zum Kampf: Die Kamener spielen zwar gerne in unmittelbarer Nähe zu ihren Toiletten, sind aber zugleich sehr spielstark. Nahezu alle Aktiven in der ersten Mannschaft rangieren jenseits der 2000 DWZ.  Sie waren die Favoriten, wir die Außenseiter.

Davon schien sich nur einer unserer Recken einschüchtern zu lassen:  Markus Henkemeier vereinbarte am fünften Brett für meine Begriffe zu früh Remis. Keine 15 Züge dauerte seine Partie. Unser Spitzenspieler Jan Haskenhoff dagegen grübelte gewohnt intensiv über jeden Zug. Angesichts seiner wiederkehrenden Zeitnot manchmal zu intensiv. Doch rentierte sich sein tiefer Blick: Er gewann durch einen Springerabzug die Qualität und markierte kurze Zeit später sicher die 1,5:0,5-Führung des SK Werther. Wenn er doch nur mehr Turniere spielen würde – vermutlich hätte er einen Anspruch auf den Fidemeistertitel längst erspielt. Zudem hätte ich Stoff für einen guten Zeitungsartikel.

Nach Jans Sieg verlor Hacker am achten Brett eine Figur und Mario Ortpaul gab zwei Züge vor einem unvermeidlichen Turm-Springermatt auf. Auch Marko Suchland strich am zweiten Brett die Segel, kurz nachdem er in vermutlich aussichtsloser Stellung die Zeit überschritt. Jonas vereinbarte zwischenzeitlich Remis , so dass wir 2:4 zurücklagen.

Doch endlich einmal spielte ich groß auf: Nach einer kleinen Unachtsamkeit meines Gegners entkorkte ich ein hübsches Springeropfer: Sxg4!

Zauberzug, wie Kalle sagen würde. Zu meinem Glück nahm der Kamener das Opfer an. Andernfalls reicht die Abwicklung laut Computer nur zu einer ausgeglichenen Stellung – egal. Die Idealfolge aus meiner Sicht geht so: gxf4 f3+; Kg1 f2+; Kg2 Txh1; Kxh1 Lxe4+! Ich spielte zwar schon nach Kg2 den Zug Lxe4, gewann damit aber auch.

Kalle oblag es schließlich mit Hilfe eines Erfolges für Werther am dritten Brett, ein Unentschieden gegen den SV Kamen herauszuquetschen.

Seine Stellung als Schwarzspieler sah vielversprechend aus: Ein aktiver Turm, zwei verbundene Freibauern auf der vierten Reihe und ein sehr gut postierter Springer auf der zweiten Reihe. Einzig die Vielzahl an gut aussehenden Fortsetzungen war zermürbend. Kalle zog umständlich. Beide Kontrahenten wandelten einen Bauern um. Weil unser Mann aber einen Zug eher am Drücker war, strickte er mit Hilfe einiger Schachgebote ein Mattnetz. 4:4 – für uns eher Punktgewinn als Punktverlust.

Hier der Link zur Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/

Zwei Wochen Weihnachtspause

Der SK Werther wünscht allen Mitgliedern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Der nächste Trainings-und Vereinsabend findet am 7.1.2022 wie gewohnt im Storck-Haus statt.

Weihnachtsblitz: Kacper Mindak und Jonas Freiberger siegen!

Beim vereinsinternen Jugend-Weihnachtsblitzturnier spielten zehn TeilnehmerInnen um die größte Ausbeute an Schokosachen, die zu erlangen war. Kacper Mindak gewann souverän mit 9/9 vor Kevin Deniz mit 8 und felix Linnenbrügger mit 7 Punkten. Da es auch für die hinteren Ränge noch einen Weihnachtsmann gab, gingen alle zufrieden in die Weihnachtspause.

Bei den Erwachsenen wurde die Weihnachtsfeier nach Halle verlegt, wo einige Haller, Künsebecker und Wertheraner Spieler sowie ein niedersächsischer Schachfreund sich trafen, um Grillgut und Salate zu verspeisen sowie ein Blitzturnier zu veranstalten. Dieses gewann Jonas Freiberger vor Ludger Höllmann und Karl Ulrich Goecke.

 

Bezirksmeisterschaft 2. Runde

Bei der am 11. Dezember ausgetragenen Bezirksmeisterschaft gab es zwei Vereinsduelle. Jonas Stampehl gewann nach wechselhaftem Verlauf gegen Colin Sahrhage und Karl Goecke konnte sich gegen Michael Henkemeier durchsetzen, nachdem letzterer ein nicht ganz korrektes Läuferopfer gebracht hatte. Hacker Geisler musste sich dem Haller Markus Schirmbeck beugen.

Die dritte Runde findet am 8.1.2022 in Häger statt. Neueinsteiger sind auch ohne Voranmeldung herzlich willkommen!

NRW-Klasse 2. Spieltag: SK Werther – Schach Nienberge 4:4 / Mindaks Mattfalle

Werther (ehu). Der SK Werther hat am zweiten Spieltag der NRW-Klasse den ersten Saisonpunkt ergattert. Im Heimspiel gegen Schach Nienberge aus dem Münsterland traten beide Mannschaften ersatzgeschwächt an. Im Team des SK fehlten die zwei spielstärksten Akteure: Jan Haskenhoff genoss seine Flitterwochen in der Karibik und Marko Suchland kurierte eine Erkältung aus.

Dafür aber trumpfte ein Ersatzmann groß auf: Kacper Mindak aus der zweiten Mannschaft inszenierte am achten Brett einen ansehnlichen Königsangriff und lockte am Ende seinen knapp 500 Wertzahlpunkte stärkeren Gegner mit einem wunderschönen Turmopfer in eine Mattfalle. Hier der Schluss der Partie:

Der mit den schwarzen Steinen spielende Nienberger Franz Althoff (DWZ 1981)  hat soeben den Bauern auf g2 geschlagen. Kacper setzte daraufhin mit Th6+ einen hübschen Punkt.

Reinhard Geisler, Mario Ortpaul und Markus Henkemeier erreichten  stellungsgerechte Unentschieden. Währenddessen profitierte Jonas Freiberger am ersten Brett von einem krassen Fehler: Sein Nienberger Kontrahent stellte einen Läufer einzügig ein und gab sofort auf.

Beim Spielstand von 3,5:3,5 blieb es in der letzten laufenden Partie am zweiten Brett spannend: Werthers Mannschaftsführer Karl-Ulrich Goecke opferte einen Turm für einen Läufer, um im Endspiel einen gefährlichen Freibauern auf der siebten Reihe zu installieren. Doch sein Nienberger Kontrahent blieb wachsam und hielt die Stellung im Gleichgewicht.

Link zur Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/tabelle/

Erfolge beim OWL-Blitzen

Der SK Werther ist OWL-Mannschaftsmeister im Blitzschach! Zwar waren in Barntrup nur sechs Mannschaften angetreten, aber mit Lieme und Bünde gab es zwei starke Konkurrenten um den Titel. Diese drei qualifizierten sich dann auch für die NRW-Blitzmeisterschaft. Unsere Equipe verlor in den zehn Runden des doppelrundig ausgetragenen Turniers nur einmal (gegen Bünde) und spielte unentschieden gegen BS Paderborn. Zum Erfolg trugen bei: Jonas Freiberger, Markus Henkemeier, Jan Haskenhoff und Karl Ulrich Goecke.

OWL-Blitzmannschaftsmeisterschaft 2021

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 5. Runde im 2. Durchgang
Rang MNr Mannschaft TWZ At S R V Man.Pkt. Brt.Pkt SoBerg
1. 2. SK Werther 8 1 1 17 – 3 27.5 68.00
2. 1. SG Bünde 6 2 2 14 – 6 24.0 56.00
3. 4. SF Lieme 5 1 4 11 – 9 23.0 38.00
4. 6. SK BS Paderborn 1 6 3 8 – 12 19.5 38.00
5. 3. KS Herford 3 2 5 8 – 12 19.5 23.00
6. 5. KS Lemgo 1 0 9 2 – 18 6.5 8.00

Bei der Austragung der anschließend stattfindenden Einzelmeisterschaft wurde erfreulicherweise von dem System mit Vorrunde und Endrunde abgesehen und einfach ein großes Turnier mit 23 TeilnehmerInnen veranstaltet. Auch hier schnitten die Wertheraner gut ab: Jonas erreichte 18,5 Punkte, Karl 17,5 und Markus 17. Einzig Jan konnte nicht um die Spitze mitspielen. Jonas lag am Ende des Turniers punktgleich mit Pascal Brunke aus Bünde vorn, verlor aber leider den Stichkampf um den Titel. Aus Trost bleibt Silber und die Qualifikation für die NRW-Meisterschaft, die die Spieler auf den Medaillenrängen erreicht haben. Karl verpasste Bronze knapp, weil er seinen fälligen Stichkampf gegen den jungen Maurin Möller aus Paderborn verlor. Die Tabelle:

OWL-Blitzeinzelmeisterschaft 2021

Rangliste: Stand nach der 23. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Punkte SoBerg
1. Pascal Brunke ** 1 1 0 ½ 1 0 ½ ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 18.5 176.00
2. Jonas Freiberger 0 ** 0 1 1 ½ ½ 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 18.5 173.75
3. Maurin Möller 0 1 ** 0 1 1 1 0 1 1 0 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 17.5 163.25
4. Karl Ulrich Goeck 1 0 1 ** 0 0 1 1 ½ 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 17.5 161.00
5. Markus Henkemeier ½ 0 0 1 ** 1 1 ½ 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 17.0 152.75
6. Frank Bellers 0 ½ 0 1 0 ** 1 1 1 1 1 1 1 0 1 1 1 1 1 0 1 1 1 16.5 160.75
7. Tim Fuhlrott 1 ½ 0 0 0 0 ** ½ 1 1 1 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 16.0 139.75
8. Luca Esfehanian ½ 0 1 0 ½ 0 ½ ** 1 1 ½ 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 16.0 138.75
9. Christian Brunke ½ ½ 0 ½ 1 0 0 0 ** 1 1 0 1 1 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 15.0 127.50
10. Cang Lu 0 0 0 1 1 0 0 0 0 ** ½ 1 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 14.0 109.25
11. Stefan Hiller 0 0 1 0 0 0 0 ½ 0 ½ ** 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 13.0 92.50
12. Jan Haskenhoff 0 0 ½ 0 0 0 0 1 1 0 1 ** 0 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 12.5 93.75
13. Tim Kröger 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 1 ** 1 ½ 0 1 1 1 1 1 1 1 10.5 65.25
14. Heinz-Burkhard He 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 ** 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 9.5 52.25
15. Dirk Altenbernd 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 1 ½ 0 ** 0 ½ 1 1 1 1 1 1 8.5 44.00
16. Francisco Pozo 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 ½ 1 ** 0 1 1 1 1 1 1 8.5 39.25
17. Roger Klahold 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 0 ½ 1 ** ½ 1 1 1 1 1 7.5 33.00
18. Rona Klahold 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ ** 1 1 1 1 1 5.5 13.75
19. Hootan Houjaghani 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ** 1 0 1 1 3.0 5.00
20. Asier Recalde 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ** 1 1 1 3.0 4.00
21. Hooman Houjaghani 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 ** 0 1 2.0 4.00
22. Klotz, Björn 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 ** 0 1.0 2.00
23. Martin Möller 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 ** 1.0 1.00

Die Bedingungen in Barntrup waren sehr gut: Abstandhalten war in der geräumigen Halle kein Problem, es gab Brötchen, Kuchen und Kaffee (was heutzutage auch nicht selbstverständlich ist) und die Turnierleitung sowie die TeilnehmerInnen sorgten gemeinsam für einen reibungslosen Verlauf.

 

Alt gegen Jung: Kevin Deniz gewinnt!

Am 12.11. fand das Schnellschach-Event „Alt gegen Jung“ statt. Kacper Mindak, Kevin Deniz, Felix Linnenbrügger und der Alt-Jugendliche Joshua Schramm traten an gegen Manfred Daub, Hacker Geisler und Eckhard Bohlmann. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Wettbewerb konnte Kevin das Turnier und also auch den Preis für den besten Jugendlichen gewinnen. Felix wurde zweitbester Jugendlicher, bei den älteren Schachfreunden war Manfred gut in Form und landete vor Eckhard.

Nicht nur dieTeilnehmern, sondern auch die Zuschauer wünschen sich eine Neuauflage dieses Experiments!

Erste Runde Bezirksturnier

Am 13.11.2021 fand die erste Runde des Bezirksturniers statt, in dem es sowohl um die Mannschafts- als auch die Einzelmeisterschaften von TWW geht. Neben acht Jugendlichen und vier Erwachsenen aus Versmold traten vier Wertheraner an. Die anderen Vereine glänzten durch Abwesenheit. Somit ging die Vereinswertung auf jeden Fall schon einmal an die Gastgeber, denn dort gibt es für das bloße Erscheinen von bis zu sechs MitspielerInnen bereits je einen Punkt, zuzüglich die erspielten Punkte (ebenfalls bis zu sechs).

Felix Linnenbrügger geriet gegen Burkhard Heptner in einen schlimmen Königsangriff, verpasste die beste Verteidigung und musste sich geschlagen geben. Im Vereinsduell Michael Henkemeier gegen Reinhard Geisler behielt der Weißspieler die Oberhand, und Karl Ulrich Goecke konnte sich gegen Istvan Gazda aus Versmold durchsetzen.

Wenn ich richtig rechne, haben also die Versmolder bereits 12 Mannschaftspunkte, Werther 6.

Die nächste Runde findet am 11.12. in Halle statt. Auf eine regere Beteiliung ist zu hoffen, man kann jederzeit ohne Voranmeldung in das Turnier einsteigen!

Schnellschachturnier feiert erfolgreiche Premiere

Werther (ehu). Großmeister Alexandre Dgebuadnaze hat die erste Ausgabe des Wertheraner Schnellschachturniers um den Paul-Sahrhage-Pokal gewonnen. Zweiter wurde Jonas Freiberger vom Ausrichterverein SK Werther, vor Fidemeister Jürgen Peist vom Herforder SV Königsspringer.

Das Turnier war ein Erfolg – darin sind sich Karl Ulrich Goecke, Bernhard Sahrhage sowie Michael Henkemeier als Verantwortliche beim SK Werther einig. 65 Teilnehmer, ein schöner Spielsaal, ein stattliches Preisgeld und ein ausgiebiges Lob vom Bürgermeister Veith Lemmen – ein guter Start.

Hier schreitet unser Vorsitzender und Turnierleiter Karl Ulrich Goecke die oberen Bretter ab.

Schiedsrichter Dirk Husemann sorgte für einen verhältnismäßig reibungslosen Verlauf. Nur in der zweiten Runde unterbrach er – sehr aufmerksam – den Kampf am fünften Brett. Husemann hatte sich gewundert, dass es schon in der frühen Phase des Turniers zu einem Aufeinandertreffen der Mitfavoriten Guido Gößling (Elo 2175) und Maurice Gulatz (Elo 2163) kam. Gößling hatte sich tatsächlich ans falsche Brett gesetzt und es nicht bemerkt. „Am vierten Brett saß schon jemand“, sagte er. Der gleiche Irrtum geschah am Nachbarbrett. So mussten zwei Partien der zweiten Runde neu gestartet werden – kein Problem bei einem Schnellschachturnier.

Aus Wertheraner Sicht ist das Abschneiden unseres ehemaligen Spitzenspielers Jonas Freiberger hervorzuheben. Er wurde Zweiter. Der Taktiker und Eröffnungsexperte vergab eine große Chance auf den Turniersieg: Denn vor der Schlussrunde lag er einen halben Punkt vor seinen ärgsten Verfolgern, Großmeister Alexandre Dgebuadnaze und Fidemeister Jürgen Peist. Gegen beide hatte er zuvor jeweils ein Remis erkämpft.

Auszug aus der Paarungsliste der 9. Runde.

So bescherte ihm die Auslosung ein vermeintlich leichtes Los (siehe oben): den 22. der Setzliste, Julian-Frank Reuter vom Krefelder Schachklub Turm 1851. Der war mit einer DWZ von 1713 angereist. „Noch nie habe ich ein Open gewonnen“, sagte Jonas mir vor der Partie und konnte seine Nervosität nicht verbergen. In der Partie tat er sich als klarer Favorit mit den weißen Steinen ungewöhnlich schwer. Er tauschte früh die Schwerfiguren, um sein Glück im Endspiel zu suchen. Sein Gegner aber erreichte mühelos Ausgleich:

Jonas grübelt über einem trockenen Endspiel, indem die Kontrahenten ein Eindringen der Könige durch gegenseitiges Mauern verhindern  – und so bleibt die Stellung schwerfällig bis zum Remisschluss.

Sehenswert war Jonas‘ Sieg gegen Frank Bellers, dessen Königswanderung er mit einem Spieß auf König und Dame jäh beendete.

Frank Bellers – Jonas Freiberger 0:1

Der zweite Wertheraner im Teilnehmerfeld, Mesud Mujanovic,  erspielte sich einige schöne Angriffsstellungen. Spannend sind seine Partien fast immer. Wie das folgende Diagramm mit Weiß am Zug belegt:

Allerdings blieb ihm hier nur die Schaukel Ld3+ Kg8, Lh7+ usw.. Mesud wurde schließlich mit 50-prozentiger Punktausbeute 34. Gegen den Schulleiter des Kreisgymnasiums Halle, Markus Spindler, parkte er unglücklicherweise seinen angegriffenen Turm auf dem Feld f3, als ich den Auslöser meiner Kamera betätigte. Spindler gabelte daraufhin mit seinem Springer auf g5 Turm und König –  1:0.

Mesud zieht seinen Turm nach f3 – ein krasser Fehler.

Den Turnierveranstalter freute sich besonders über die Teilnahme von Pauls Enkelsohn: Colin Sahrhage. Colin erspielte sich immerhin 3,5 Punkte und landete auf dem 49. Platz.

Colin Sahrhage

Die 250 Euro Siegprämie strich der einzige Großmeister im Feld ein: Alexandre Dgebuadnaze. Laut Angabe des Belgiers war der Kampf um den Paul-Sahrhage-Pokal sein erstes Schachturnier nach zwei Jahren Pause.

Im Spiel mit Weiß gegen Maurice Gulatz ließ er mutig seinen Springer stehen, um dem schwarzen König mit seinen Schwerfiguren den Garaus zu geben.

Maurice nahm den Springer vom Brett. Stockfish zeigt einen weißen Vorteil von fast sechs Bauerneinheiten an. Doch anscheinend  fand Dgebuadnaze nicht die zwingende Gewinnfortsetzung am Brett, sodass die Partie in einer Remisvereinbarung endete.

Alexandre Dgebuadnaze – Maurice Gulatz 0,5:0,5.

Hier der Link zur Rangliste nach der neunten Runde:

https://wp.skwerther.de/paul-sahrhage-pokal/ergebnisse/

Und hier noch das Siegerehrungsbild und ein paar weitere Fotos vom Turnier:

Jonas Freiberger (von links), Alexandre Dgebuadnaze und Jürgen Peist.
Bernhard Sahrhage (von links), Michael Henkemeier, Bürgermeister Veith Lemmen und Karl Ulrich Goecke.
Alexandre Dgebuadnaze
Guido Gößling (links) sitzt in der Schlussrunde am richtigen Brett.

 

 

    Markus Spindler ist kurz davor seinen Gegner in zwei Zügen mattzusetzen. Weil der zuvor mit seinem König in ein Schach hineinmarschierte, signalisiert sein Gegner dem Schiedsrichter, er möge kommen, um Spindler zwei Extraminuten zu geben.

In dem Video zeigt Jonas die entscheidende Sequenz aus dem  Endspielsieg gegen Hrisowalandas Milonas.  Milonas stellte in besserer Stellung seinen Läufer ein.