Jugendschach

Jugendschach im SK Werther – vom Gartenschach zur Deutschen Meisterschaft

Alles begann im Sommer 1981 in der Gartenlaube eines Mitbegründers des kurz zuvor wieder ins Leben gerufenen SK Werther. Ein paar Kinder und Jugendliche trafen sich wöchentlich und ließen sich von den erfahreneren Akteuren die Grundzüge des Schachspiels zeigen. Die Gruppe wuchs rasch an, so daß die Örtlichkeiten langsam zu eng wurden. Dazu kam noch der herannahende Winter, der das königliche Spiel im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Zitterpartie werden ließ. Ein Umzug musste her!

Glücklicherweise fand man im BVW-Heim der hiesigen Fußballer ein Quartier, mit dem einer weiteren Expansion der Vereinsjugend nichts mehr entgegen stand. Zudem kümmerten sich mit Heinz Schneider und Paul Sahrhage zwei außerordentlich engagierte Betreuer um die Jugendarbeit, so daß sich auch bald die ersten sportlichen Erfolge einstellten. Vor allem die U15-Mannschaft konnte sich mehrmals auf OWL-Ebene den Vizetitel hinter den damals dominierenden Bündern sichern.

Tobias Marxen – das Jahrhundert-Talent

Ein Einschnitt in die Jugendarbeit bedeutete der umzugsbedingte Ausstieg Heinz Schneiders 1985. Zwar konnte Werther in den Folgejahren noch eine erfolgreiche Jugendmannschaft ins Rennen schicken, jedoch blieb der Nachwuchs aus, so daß 1990 erstmals keine Jugendmannschaft mehr an den Start ging.

In diese Zeit (1988) fiel allerdings auch die Entdeckung des größten Schachtalentes, das der Wertheraner Schachklub jemals hervorgebracht hat. Der damals erst 8jährige Tobias Marxen zeichnete sich durch eine ungeheure Auffassungsgabe aus und versetzte seine viel erfahreneren Gegner in ungläubiges Staunen, wenn er sie regelrecht schwindelig spielte. Leider verließ Tobias nach nur zwei Jahren umzugsbedingt den Verein in Richtung Münster und später Berlin. 1992 startete er bei der U12-Weltmeisterschaft und belegte dort als bester deutscher Teilnehmer den geteilten 7. Platz unter 68 Akteuren!

Mit Stephan Kanditt und Rüdiger Kraetzer zur Deutschen Meisterschaft

Neuen Schwung brachte der aus der eigenen Jugend herangewachsene neue Jugendwart Stephan Kanditt mit den von ihm 1992 erstmals organisierten Ferienspielen, welche auf Anhieb ein großer Erfolg waren. Im gleichen Jahr stieß mit Rüdiger Kraetzer ein sehr starker und erfahrener Jugendtrainer zum Verein, der sogleich in die Jugendarbeit mit eingebunden wurde. Das kontinuierliche Training der Folgejahre wurde 1994 mit der Teilnahme einer Wertheraner U13-Mannschaft an der Deutschen Meisterschaft belohnt.

Im Vordergrund steht der Spaß am Spiel

Wer jedoch denkt, beim Jugendtraining ginge es immer bitter ernst zu, liegt völlig falsch. Zwischendurch kann sich der Nachwuchs beim Tandemschach, Rundlauf oder anderen Abarten des Schachspiels austoben.

Jeden Donnerstag von 18:00 – 19:30 Uhr treffen sich die Nachwuchstalente des SKW. Jugendwart Benjamin Rettstadt, Jugendbetreuer Paul Sahrhage und der neue Jugendtrainer Klaus Hemmelgarn freuen sich über jedes neue Gesicht – auch Anfänger sind selbstverständlich jederzeit willkommen!