
Herzliche Einladung zur Stadtblitzmeisterschaft



Das Jahr begann gut am vergangenen Sonntag: Die II. konnte gegen den eher favorisierten SV Barntrup solide 5:3 gewinnen. Beide Mannschaften waren nicht in Bestbesetzung, aber der krankheitsbedingte Ausfall des Barntruper Spitzenspielers (bisher 4/4 Punkte!) kam Gastgeber Werther sicher entgegen.
Nach der ersten Phase zeigte sich, dass Ilya Zolotykh (Brett 8) und Mesud Mujanovic (2) ihre Gegner deutlich unter Druck setzen konnten. Bald hatte auch Ralf Diele (3) eine Qualität erobert, ohne dass der Gegner auch nur ansatzweise Kompensation sah.
Andererseits sah es bei Insa Schwittay (7) und Michael Henkemeier (1) weniger gut aus.
Die erste Entscheidung fiel am vierten Brett. Hier einigte sich Reinhard Geisler mit seinem Gegner auf ein friedliches Remis.
Dann kippte das Spitzenbrett, als der Barntruper nicht energisch genug vorging und einen Konter ermöglichte, der dann in ein gewonnenes Endspiel mündete. Bald danach konnten auch Ralf und Ilya den vollen Punkt kassieren.
Spannung kam noch einmal auf, als sich Mesud seinen deutlichen Vorteil wegkombinieren ließ und der bereits einkalkulierte Punkt zu entschweben drohte.
Nach vier Stunden rettete Manfred Daub – mit 92 der „Alterspräsident der Mannschaft“ – den Kampf. Die beiden Doppelbauerschwächen des Gegners nutzte er geduldig und konsequent aus und nach fast 60 Zügen gab sich sein Gegner geschlagen.
Zwischendurch war Volker Meises Partie verloren gegangen. Hier hatte wieder das Zeitproblem zugeschlagen.
Mesud konnte letztlich mit Hilfe seines starken Freibauern noch ein Remis erreichen, während Insa trotz heftigster Gegenwehr nach fast fünf Stunden aufgegebn musste.
Auch in der Parallelbegegnung Ubbedissen – Rheda II gewann nicht der idealbesetzte Favorit, sondern Rheda II mit deutlichen 6,5 Punkten.
Nach Brettpunkten führt Werther II jetzt die Tabelle an und muss sich am 08.02. in Rheda gegen den aktuellen Tabellenzweiten beweisen.
https://www.ergebnisdienst.net/2025_2026/abfrage.php?liga=64_32
Der SK Werther 1949 e.V. lädt hiermit alle Schachspieler herzlich zur
Offenen Schach-Stadtmeisterschaft 2025 ein.
Beginn: 24.10.2025 um 20.00 Uhr im Storck-Haus
Alte Bielefelder Straße 14, 33824 Werther.
Modus:
Die Anzahl der Runden und der Modus hängen von der Teilnehmerzahl ab:
Bis zu 6 Spieler: Jeder gegen Jeden
Ab 7 Spieler: 5 Runden Schweizer System
Bedenkzeit:
90 Minuten pro Spieler und Partie, zuzüglich 30 Sekunden Inkrement ab dem 1.Zug
DWZ-Auswertung
Termine:
1.Runde: 24.10.2025 um 20.00 Uhr
2.Runde: 07.11.2025 um 19.30 Uhr
3.Runde: 21.11.2025 um 19.30 Uhr
4.Runde: 05.12.2025 um 19.30 Uhr
5.Runde: 09.01.2026 um 19.30 Uhr
Wenn Schweizer System gespielt wird, wird die Möglichkeit bestehen, in den Runden 1 – 4 eine Runde auszusetzen („Bye“), man erhält dann einen halben Punkt. Das Bye (nur eins ist möglich) muss bis zum Mittwoch vor der Runde per Mail (s. u.) angemeldet werden. In gegenseitigem Einvernehmen dürfen Partien bis Mittwoch vor der nächsten Runde nachgeholt werden.
Startgeld:
Erwachsene: 10 € U18: 5 €
Preise:
1.Platz: 50 € + Wanderpokal bester < DWZ 1800: 15 €
2.Platz: 30 € bester < DWZ 1500: 15 €
3.Platz: 20 €
Anmeldung:
Vor der 1.Runde bis 19.45 Uhr im Spielsaal oder vorab per Mail bei der:
Turnierleitung:
Michael Henkemeier (Michael.Henkemeier@t-online.de)

Spielte von Beginn an auf Sieg: Insa
Die II. Mannschaft des SK Werther startet aufgrund des auf Landesebene eingeführten Kadersystems in deutlich verstärkter Besetzung in die neue Saison. An den Brettern 1 – 4 sind Spieler aufgestellt, die zum Kader der I. in der NRW-Klasse gehören; bis zum dritten Einsatz dort dürfen sie auch in der II. eingesetzt werden. Da die erste Runde beider Mannschaften parallel angesetzt war, musste der Kampf der II. vorgezogen werden und fand bereits am 14.09. statt.
Beide Mannschaften gingen allerdings mit einem kampflosen Punkt an den Start: Lieme III an Brett 2 und Werther an Brett 6, an dem der kurzfristig erkrankte Reinhard Geisler nicht ersetzt werden konnte.
Von der nominellen Wertheraner Überlegenheit zeigte sich allerdings zunächst wenig. Neben einigen halbwegs ausgeglichenen Stellungen stand Werther nach den ersten 90 Minuten auf mehreren Brettern eher mit dem Rücken zur Wand.
Eine erste Entscheidung fiel am 3. Brett: Malte und sein Gegner einigten sich auf Remis (Kommentar von Mario: Die langweiligste Partie des Tages).
Während am achten Brett Insa von Anfang an besser stand und weiter Material einsammelte, hatten die Bretter 1, 4 und 6 schwer zu kämpfen. Am Spitzenbrett war Ekkehard in einen massiven Angriff auf seine Königsstellung geraten und konnte eigentlich nur noch auf das dicke Ende warten. Auch Michael hatte unvorsichtig seine Königsstellung geöffnet und drohte, mindestens einen Bauern zu verlieren. Aber an beiden Brettern gingen die Liemer wohl zu euphorisch vor: Ekkehards Gegner übersah einen einzügigen Konter und auch Michaels Gegner fiel nicht auf, dass er in einen tödlichen Mattangriff gelaufen war. Zusammen mit dem endgültigen Sieg von Insa war damit der Mannschaftssieg gesichert.

Ralf (s. Bild) steuerte noch einen halben Punkt bei, während Manfred, der von Anfang an nicht aktiv aus der französischen Eröffnung gekommen war, zur Aufgabe gezwungen war.
https://www.ergebnisdienst.net/2025_2026/abfrage.php?liga=64_32
Nachdem die Terminkollision im September ausgeräumt wurde, folgt jetzt der endgültige Mannschaftsplan. Die Heimtermine im Jahr 2026 sind im Storck-Haus vorreserviert, stehen aber noch unter Vorbehalt.
Werther musste wiederum auf einen Ersatzspieler aus der Reserve der dritten zurückgreifen, der sich aber ein weiteres Mal sehr bewährte: Claus Meyer konnte aus der Eröffnung heraus einen Bauern gewinnen und seine Stellung unter Ausnutzen des eher passiven Spiels des Gegners weiter verstärken und als Erster den vollen Punkt sicherstellen.
Den nächsten Punkt kassierte Felix Linnenbrügger, der wohl in eher dubioser Stellung von einem Zeitnotpatzer seines Gegners profitierte.
Etwas ruhiger ging es am 4. Brett zu. Hier hatte Reinhard Geisler die Unterentwicklung des gegnerischen Königsflügels gut ausgenutzt, aber nie den durchschlagenden Spielzug gefunden; als die Zeit auf beiden Seiten knapp wurde, einigte man sich auf Remis.
Bei der anschließenden Durchsicht einiger Partien im Outside wurde auch die Spitzenbrettpartie thematisiert: Rüdiger Kraetzer hatte zunächst einen soliden Stonewall aufgebaut. Ein zunächst angepeilter Bauerngewinn realisierte sich dann doch nicht, ermöglichte aber am Damenflügel eine schöne Initiative. In massiver Zeitnot stellte der Rhedaer eine Figur ein und vermied so einen langen Kampf, in dem Rüdiger seinen Vorteil hätte durchsetzen müssen. Wiederum ein schöner Erfolg unseres Spitzenspielers, der inzwischen mit einer 86% Erfolgsquote zu den Topscorern der Liga gehört.
In der Partie am dritten Brett ging es munter bis chaotisch hin und her. Gegen Ende des Mittelspiels nervte das Springerpaar Mesud Mujanovics den Gegner, war aber andererseits ständig durch Fesselungen gefährdet. Außerdem drohte auf dem Königsflügel ein Bauer durchzulaufen – oder eben zu scheitern. Im Outside fanden sich hinterher mehrere verpasste Siegmöglichkeiten für die beide Seiten. Letztlich tauchten immer wieder überraschende Wendugen auf, die den jeweils anderen aus dem Konzept brachten – am Ende schien dann das Remis „irgendwie gerecht“ gewesen zu sein.
Auf Remis einigten sich auch die Spieler am siebten Brett nach einer Partie, die zwar scharf war, aber die Remisbreite wohl selten verlassen hat. Damit war der Sieg sichergestellt und die beiden letzten Spieler konnten befreit weitermachen.
Michael Henkemeier (Brett 2) hatte einen Angriff am Königsflügel vorgetragen, der sich auch im Outside als solide erwies. In hoher beiderseitiger Zeitnot ging er den sicheren Weg über einen erzwungenen Damentausch und setzte seinen Endspielvorteil durch.
Nach vier Stunden verblieb so noch die Partie von Manfred Daub (Brett 5), dessen König zeitweise durch das gegnerische Läuferpaar schwer unter Druck geraten war. Nachdem sein Gegner die Damen getauscht hatte, entspannte sich die Situation und es ergaben sich Kontermöglichkeiten. Am Ende opferte der Rhedaer einen Läufer für ein paar Drohungen, die aber von Manfred nervenstark pariert wurden, so dass auch hier der Punkt kassiert werden konnte: 6,5-1,5 – der höchste Sieg dieser Saison.
Im Outside besuchten uns noch zwei Künsbecker, die von ihrem Sieg in Löhne berichteten – und wahrscheinlich hören wollten, dass wir verloren hatten… egal: Derzeit stehen Künsbeck und Werther II mit 10:4 Mannschaftspunkten gleichauf und da laut Spielordnung am Ende beiden die Brettpunkte gegen Bad Salzuflen (kampfloser Sieg der Kündsbecker) abgezogen werden, hätten wir im Moment die Nase vorn.
Am Ende könnte eine echter Aufstiegsshowdown am 06.04. beim Kampf Werther II – Künsebeck I stehen -aber davor liegt noch ein achter Spieltag, an dem bekanntlich ja auch noch als (Un-)Mögliche passieren kann.