NRW-Klasse 5. Spieltag: SK Werther – SK BS Paderborn 2:6

Werther (ehu). Das war nichts. Gegen den Tabellenführer haben wir alt ausgesehen. Hier die Einzelergebnisse:

Nur Felix an Brett 8 inszeniert mit Weiß einen hübschen Königsangriff und sackt verdient einen vollen Punkt ein.

Felix Linnenbrügger – Heinz-Gerd Zurgeißel 1:0.

Der Computer bewertet seinen Vorteil in der folgenden Schlussstellung auf knapp sieben Bauerneinheiten:

Die Ansicht des Partieverlaufs zeigt wie stark Felix gespielt hat – 95 Prozent Genauigkeit :

Zur Ergebniskosmetik steuern Marko und ich je einen halben Punkt bei. Marko spielt an Brett 3 sicher und souverän:

Björn Augner – Marko Suchland 0,5:0,5.

Einmal verpasst er eine Chance auf Vorteil, wie sein Chart zeigt:

Am Ende ist Markos Stellungsbild ein staubtrockenes 0,00:

Ich hingegen patze mit Schwarz an Brett 5 schon in der Eröffnung. Ein Blick reicht auf meine völlig zerzauste Bauernstruktur und meinen unsicheren König – totale Pleitestellung nach nur 13 Zügen:

Dennis Janyska – Ekkehard Hufendiek 0,5:0,5.

Doch mein Gegner findet keinen Ausknipser. Zudem wehre ich mich nach Kräften. Im 25. Zug forciert der Paderborner schließlich den Damentausch, was letztlich seinen Vorteil minimiert und zum Ausgleich führt. Meine Schlussstellung sieht so aus:

Dennis Janyska – Ekkehard Hufendiek 0,5:0,5.

Mein Chart zeigt den Patzer in der Eröffnung:

An allen anderen Brettern sind wir leer ausgegangen.

Brett 1 mit Foto und Partie zum Nachspielen:

FM Maurin Möller – Jonas Freiberger 1:0.

Jonas‘ Partiechart:

Brett 2:

Jan Haskenhoff – Niklas Schlangenotto 0:1.

Sein entscheidender Fehler passiert in leicht schlechter Stellung:

Jans Chart zeigt seinen Einbruch in Zeitnot am Ende:

Exorbitant ist Jans Zeitverbrauch. Das Foto unten zeigt den Uhrenstand vor seinem achten! Zug. Er befindet sich also noch in der Eröffnung und hat schon eine Stunde seiner Zeit hineingesteckt. Und es geht weiter: Jan grübelt und grübelt und grübelt.

Nach dem schwarzen Zug Lb4 steckt Jan viel mehr Zeit in das Stellungsproblem als nötig – und findet noch dazu eine zweifelhafte Lösung.

Die Qualität seiner Züge ist zwar gut und im Gegensatz zu mir baut er keine Patzer ein, doch schraubt er seine Zeit schier unaufhaltsam in den Inkrementmodus. Wer empfahl einst, nicht mehr als 20 Minuten pro Zug zu investieren? Ich weiß es nicht mehr. Darüber hinaus gefällte Entscheidungen seien jedenfalls meist schlecht. Die Aussage trifft: In Zeitnot unterläuft unserem Physiker schließlich der obige spielentscheidende Fehler.

Brett 4:

Markus Henkemeier – Kevin Kesselmeier 0:1.

Markus Schlussstellung:

Und sein Partiechart:

Brett 6:

Mario Ortpaul – Moritz Hötte 0:1.

Marios Schlussstellung:

Und Marios Chart:

Brett 7:

Professor Dr. Michael Bösch – Malte Prochnow 1:0.

Das Schlussbild:

Maltes Verlauf – die Partie wird ihm keinen Spaß gemacht haben:

Die Mannschaftsniederlage können wir verkraften. Die fehlenden zwei Punkte werden wir in einigen chancenreicheren Begegnungen holen – zum Beispiel gegen Eichlinghofen. In der Tabelle sind wir ins Mittelfeld abgerutscht:

Der Abschluss der fünften Runde ist ein guter Zeitpunkt für eine mannschaftsinterne Zwischenbilanz. Demnach führen die Scorerliste Markus mit 3 aus 4 und ich mit 3,5 aus 5 an:

Zum Abschluss der Link zur Ergebnisseite der NRW-Klasse des Schachbundes: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=nrw-k1

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