Ilja Schneider gewinnt 6. Paul-Sahrhage-Pokal

Werther (ehu). Ilja Schneider hat seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholt. Der Internationale Meister aus Hannover gewinnt mit acht Punkten aus neun Runden zum zweiten Mal in Folge das Schnellschachturnier des SK Werther und nimmt für den Turniersieg 250 Euro mit nach Hause.

IM Ilja Schneider gewinnt den Paul-Sahrhage-Pokal mit acht Punkten aus neun Runden.

Punktgleich Zweiter wird Lokalmatador Jonas Freiberger vom ausrichtenden Schachklub Werther, eineinhalb Punkte vor dem Drittplatzierten Ilija Jonas Kettler vom NRW-Ligisten SG Bünde:

Die drei Erstplatzierten: Jonas Freiberger (v.l., 2.), Ilja Schneider (1.) und Ilija Jonas Kettler (3.).

Ilja Schneider spielt mit einer aktuellen Elozahl von 2407 Punkten für die Schachfreunde Berlin in der Bundesliga und ist ein ausgewiesener Blitz- und Schnellschachexperte. Der 41-Jährige gilt als einer der besten Kaffeehausspieler Deutschlands.

Bei der sechsten Ausgabe des Paul-Sahrhage-Pokals führt er das Teilnehmerfeld mit Abstand an. Nur gegen Ilija Jonas Kettler (2178) in der vierten Runde und gegen den Meisterkandidat und Setzlistenzweiten Frank Bellers (2219) in der sechsten Runde gibt er jeweils einen halben Punkt ab. In der Schlussrunde gelingt ihm ein hübsches Turm-Springer-Matt – ein arabisches Matt. Dazu zeigt er im kurzen Videoschnipsel die Schlusssequenz und erklärt sie zur leichten „Spielerei“ – „Hier gewinnt jeder Zug!“:

„Es war ein gutes Turnier“, sagt Schneider im Anschluss. Doch wäre er nach eigener Angabe gerne auf stärkere Gegnerschaft getroffen. Die aber gab das Teilnehmerfeld nicht her. Tatsächlich ist das Schnellschachturnier im Vergleich zu den Vorjahren eher schwach besetzt: Nur fünf Spieler von insgesamt 36 weisen eine Elozahl jenseits der 2000 auf – leichte Beute für den Favoriten.

Hier der Endstand der zehn Bestplatzierten als Screenshot:

Und hier zahlreiche Fotos mehrerer Teilnehmer in Aktion:

CM Frank Bellers – IM Ilja Schneider 0,5:0,5
Berkan Arslan – WFM Lisa Sickmann 0:1. Die 16-jährige Kaderspielerin holt am Ende einen der zwei Ratingpreise.
Anton Büttner – Stephan Grochtmann 0:1. Grochti vom Gütersloher SV bezeichnet sich als „B-Gruppen-Jepischin“ des Schloss-Opens, weil er ähnlich wie der ehemalige Weltklassegroßmeister mehrfach gewann.
Die Eröffnung läuft gut für unseren Spitzenspieler Jonas Freiberger. Ilja Schneider gerät ins Grübeln und lässt seine Zeit bis auf eineinhalb Minuten ablaufen. Das reicht dem IM, um zu gewinnen.
Stammgast Werner Fechner (1870) hat die ersten fünf Minuten der fünften Runde versäumt. Trotzdem siegt er gegen Leandro Kindt (1447) vom SK Werther und wird am Ende guter Neunter.
Manfred Fechner.
Kirsten Bünte (1907) vom Rhedaer SV spielt von Jahr zu Jahr stärker. In der Schlussrunde kämpft sie am ersten Brett gegen Ilja Schneider um einen Treppchenplatz. Am Ende landet sie auf Platz acht.
WFM Lisa Sickmann – Ilija Jonas Kettler 0:1.
Kirsten Bünte – Adam Popkiewicz 1:0.
Nico Benjamin Glatt vom SK Stukenbrock.
Berkan Arslan vom Brackweder SK.
Zu seinem Unglück hat Stefan Bauer vom SK Werther seinen Gegner Leon Weber vom SK Halle soeben patt gesetzt. Dazu das Diagramm mit Weiß am Zug:

Martin Hauke vom SK Werther.
Jonathan Groß vom Bielefelder SK.
Blick in den Spielsaal zum Auftakt der Schlussrunde.
Jonas führt eine Gewinnstellung vor.
Jonathan Groß – Pascal Bringer 0:1. Im Foto rückt Jonathan eine Figur zurecht.
Leon Weber vom SK Halle spielt das zweite Turnier seines Lebens.
Anton Büttner vom Bielefelder SK.
Jonas steht gegen Grochti in der Vorschlussrunde zwischenzeitlich auf Verlust. Am Ende bezwingt er den Gütersloher recht glücklich mit einer Springergabel.
Die letzte Partie des Turniers: Niko-Nareg Boyagian (1957) – Werner Fechner (1870) 0:1.
Der Pokal in voller Pracht.

Der Link zur Ergebnisseite chess-results: https://s3.chess-results.com/tnr1456208.aspx?lan=0&art=1&fed=GER&SNode=S0

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