Werther (ehu). Puh, das war knapp. Gegen den Abstiegskandidaten und Tabellenvorletzten SF Schwerte haben wir uns zum Sieg gezittert. Hier sind die Einzelergebnisse:
Jan, unser zweiter Spitzenspieler, ließ seine Mannschaftskameraden kurz vor Schluss mehrere Minuten bangen: Beim Spielstand von 4:3 aus unserer Sicht erbarmte er sich am zweiten Brett erst zehn Sekunden vor Ablauf seiner Zeit zur Ausführung eines einfachen Zuges:

Damit ergatterte er den halben Punkt, der uns zum Mannschaftssieg noch fehlte. Meine Güte, ging das nicht schneller? Jan hätte seinen Rechenfleiß im Idealfall nach dem 44. Zug von Schwarz einbringen sollen. Denn zu dem Zeitpunkt war seine Stellung laut Computer gewonnen:

Schach ist so einfach, wenn die Spieler meinem Vorbild nacheifern und sich nur richtig anstrengen. Denn ich gewann nach zehn Zügen und benötigte dafür kaum zwanzig Minuten Spielzeit. Damit produzierte ich den einzigen Schwarzsieg des Tages:

In ungeahnte Höhen schraubte Mario am achten Brett durch einen souveränen Sieg sein fettes Punktekonto: Ohne Niederlage erreichte er bislang fünf Punkte aus sechs Partien – ein mannschaftsinterner Spitzenwert:

Den dritten Sieg des Tages tütete Florian ein, allerdings recht glücklich. Unebenheiten in der Eröffnung und im Mittelspiel bügelte er im Endspiel wieder glatt.


Etwas glücklich taumelte Markus am vierten Brett zum Sieg:

Obwohl unser Vorsitzender mehrere Züge auf Verlust stand, stolperte sein Gegner schließlich durch den krassen Fehler Ld3+ unerwartet in ein dreizügiges Matt:

Unsere drei Niederlagen kommentiere ich in aller Kürze: Jonas hustete am ersten Brett öfter als er zog, lehnte ein Remisangebot ab, verlor einen Bauern und gab gleichzeitig mit einer Bauernumwandlung in einen Läufer auf. So sieht seine Schlussstellung aus:
Kalle lehnte am dritten Brett ebenfalls ein Remisangebot ab, schickte mutig seine Königsbauern in einen Angriff, der bald verpuffte. Eine hübsche Schlagfolge mit einem Spieß zum Schluss markierte das Ende. Kalles Schlussstellung mit Schwarz sieht so aus:
Maltes Gegner spielte stark. Nicht ein einziges Mal im Spielverlauf stand unser Mann besser. Ein paar Möglichkeiten zum Ausgleich verpasste Malte und gab später einen Zug vor dem Matt auf. Seine Schlussstellung sieht so aus:
Die Tabelle nach dem siebten Spieltag zeigt, dass wir weiter gefährdet sind und uns mindestens noch ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt fehlt:
Das Liga-Orakel quittierte unseren hauchdünnen Erfolg mit einem Achselzucken. Es zeigt kaum eine Veränderung:
Hier der Link zur Schachbund-Seite der NRW-Klasse:https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=nrw-k1