Schachliches Kuriosum

Kiel (ehu). Ende Juli 2022 habe ich beim 34. Kieler-Open mitgespielt. Das erhoffte gute Resultat blieb aus. Nach neun Runden landete ich abgeschlagen auf dem 55. Platz. 17 DWZ- und 30 Elo-Punkte sind futsch. Eigentlich wäre mir das keinen Bericht wert gewesen, doch ein schachliches Kuriosum in der vierten Runde ereignete sich, das ich so noch nie am Brett erlebt habe:

Ich spielte Königsindisch, und zwar sehr schlecht. Mein Gegner (DWZ 1746) nagelte mich aus der Eröffnung heraus an die Wand, knöpfte mir mit seinem Springer eine Qualität ab und drohte unabwendbar meinen zweiten Turm vom Brett zu nehmen – ich stand total breit.  In folgender Stellung hatte ich meine Dame aus den Fängen des Springers entfernt und sie von e8 nach c6 beordert:

Plötzlich lächelte mein Gegner in sich hinein und zog seinen Springer irregulär von c7 nach e7.  Damit zauberte er eine unparierbare Springergabel  aufs Brett mit Schach und Damenverlust!

Ich war merklich verdaddert, wollte aufgeben, bemerkte den Fehler und stotterte ein wenig ungeschickt: „Das, das ist ein irregulärer Zug“. Dabei rückte ich seinen Springer auf sein Ausgangsfeld zurück.

Mein Gegner entschuldigte sich und nahm stattdessen die zweite Qualität. Der weiße Vorteil liegt auch ohne Springergabel bei 7,2 Bauerneinheiten. Von nun an jedoch spielte der Weiße fast nur noch rückwärts. Wenig später verlor er sogar komplett den Faden. Hier ist die Stellung vor meinem Schlusszug Dxd3!:

Als er aufgab, schüttelte er seinen Kopf und entfernte sich wortlos. Gemeinsame Analyse – Fehlanzeige.

NRW-Klasse 1. Spieltag SK Münster II – SK Werther 5,5:2,5

Münster (ehu). Erst sechs Monate ist es her, dass wir auswärts gegen die Drittvertretung des SK Münster antreten mussten und dabei einem der größten Schachvereine Deutschlands mit 3,5:4,5 Punkten unterlegen waren.  Der Klub ist so groß, dass er sogar einen Bundesfreiwilligendienstler beschäftigen kann.

Zum Saisonauftakt der aktuellen Spielzeit mussten wir wieder ins Münsterland fahren – und kehrten mit einem noch schlechteren Resultat zurück. Völlig verdient zumal, denn die ehrgeizigen Münsteraner spielten einfach besser.

Schon die Anreise war eine Zumutung: Bei der Wahl, der mit dem Auto von Werther aus am schwersten zu erreichenden Städte, läge Münster ganz vorne. Mir wurde schwindelig in den zahllosen Kreisverkehren – zumal Kalle als Fahrer einmal absichtlich zwei Runden drehte, nur um den guten Beifahrer am Naviagtionshandy zu täuschen.

Am liebsten hätte ich deswegen den Artikel von vor sechs Monaten einfach hier reinkopiert – vielleicht wäre es niemandem aufgefallen. Doch im Spielraum angekommen, hellte sich meine Laune auf, denn mich begrüßte eine freudige Überraschung: mein Großcousin Emil Meyer.

Er ist der Sohn meines Cousins Veith Mette, einem bekannten Bielefelder Fotografen. Und ich spielte auch noch gegen ihn. Es war das erste Familienduell meines Lebens. Die Henkemeiers gähnen, ich fands lustig.

Außerdem war es eine sehr spannende Partie. Zunächst schien ich als Schwarzer meinen Turm eingestellt zu haben, denn Läufer und Turm sind gleichzeitig angegriffen.

Deswegen zog ich leicht verlegen Lb4 – der beste Zug laut Computer. Jetzt überraschte mich Emil mit seiner Antwort Lxb4 – er nahm den Turm nicht. Und das zurecht, denn die Abwicklung würde nur zum Remis führen: „Ich wollte gewinnen“, teilte er mir später selbstbewusst mit. Ja, so sind wir – klug und unnachgiebig.

Er sah dabei einen Zug weiter als ich, der die Stellung ganz falsch eingeschätzt hatte. Der weitere Verlauf ist ein zweites Diagramm wert, denn Emil hatte mir inzwischen doch noch einen Turm auf a8 abgeluchst, den ich wegen des drohenden Grundreihenmatts nicht zurückgewinnen kann:

Eine Schwerfigur im Rückstand suchte ich daher mit Schwarz verzweifelt nach einem Dauerschach und kam ihm in obiger Stellung mit dem Damenschach auf f1  auf die Spur. Wenn Emil daraufhin seinen König zurück nach e3 gezogen hätte, hätten wir wohl alsbald Remis vereinbart.

Stattdessen wollte er noch immer gewinnen: ja, so sind wir – fahrlässig und unnachgiebig. Seine Antwort Ke2?? verliert die Partie wegen Dxb2+ und Turmrückgewinn auf a8 mit klar gewonnener Stellung. Das Familienduell entschied ich also letztlich für mich – zugegebenermaßen sehr glücklich. Es war vermutlich das letzte:  Denn Emil will in Köln Mathe studieren, während ich in Babenhausen weiter Kronkorken sammeln werde.

Manch eine der anderen Partien waren vermutlich ähnlich gehaltvoll. Doch leider fehlen mir die Notationen. Das muss sich ändern, wenn ich zeitnah schreiben soll. Die Produzenten der Pleitepartien sind aber vermutlich ohnehin nicht scharf auf eine Veröffentlichung.

Jonas siegreiches Endspiel jedoch sollte hier sicher mit einem Diagramm gewürdigt werden.

Denn er gewann sehenswert aus einer zweifelhaften Stellung heraus, mit einem Springer gegen einen Läufer.  Sobald er mir das zukommen lässt, schreibe ich was dazu.

Auch Marko spielte gewohnt fehlerarm und erreichte das einzige Remis des Tages: Er besaß im Endspiel zwei Bauern für die Qualität, kämpfte jedoch gegen aktive schwarze Figuren.

Der Rest ist Schweigen.

Hier der Link zur Tabelle der NRW-Klasse: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2022/4319/

 

 

 

 

 

 

 

NRW-Klasse 5. Spieltag Herforder SV Königsspringer – SK Werther 3:5/ Ein verdienter Sieg zum Schluss

Herford (ehu). Wie ich hörte, wollte Herfords Mannschaftsverantwortlicher Burkhard Heuermann das Nachholspiel noch weiter als geplant im Kalender nach hinten verlegen – wir aber nicht. Aus gutem Grund: Die Saison war ohnehin schon derart zerfahren, dass der Leser sich nicht fragen sollte, warum der fünfte von neun Spieltagen der letzte ist. Es war eben so – kacke.

Die Veröffentlichung dieses Beitrags erfolgt ebenfalls viel später als geplant. Meine Schuld. Die durcheinandergewürfelte Saison und unsere fehlende mannschaftliche Geschlossenheit raubten mir jegliche Motivation zur Berichterstattung.

Immerhin schlossen wir die Saison mit einem ungefährdeten Sieg gegen Herford ab, vor allem weil die Herforder stark ersatzgeschwächt antreten mussten. Nicht unsere Schuld – sie hätten das Spiel halt verlegen sollen.

Hier ein kurzer Abriss zum Spielverlauf, der mir leider nach mehr als drei Monaten fast komplett aus dem Gedächtnis entfallen ist.  Ich musste sogar nachsehen, ob wir gewonnen oder verloren haben. Das Internet sagt, wir haben gewonnen.

Hier ein paar Szenen des Kampfes:

Kevin (vorne) und Mario (versteckt zwischen seinen Händen) siegen.

Und hier noch ein paar abschließende Worte zu unserem Topscorer: Jonas.

Er erreichte sieben Punkte aus neun Runden, fünf Siege und vier Remis. Und das scheinbar im Stehen! Das hat keiner von uns geschafft. Ehrenmann.

 

 

NRW-Klasse 9. Spieltag: SK Werther: Porta Westfalica 3,5:4,5 / Knapp am Sieg vorbeigeschlittert

Werther (ehu).  Jan verlor am ersten Brett seine erste Saisonpartie. Ziemlich unglücklich, denn mehrere Züge lang stand er auf Gewinn. Gut vorbereitet war unser Spitzenspieler auch. Gegen seinen blinden Gegner Rene´Adiyaman hatte er sogar das Buchstabieralphabet notiert und die Notiz neben das Brett gelegt: Anton, Berta, Cäsar – bis Heinrich. Es half wenig.

Gleich im 14. Zug ließ er eine große Chance aus:

Warum er in obiger Stellung als Schwarzer nicht a4 zog, ist mir ein Rätsel. Der Zug liegt so nah und führt zu einer klar gewonnen Stellung. Doch auch nach Jans Zugfolge stand unser Mann weiter auf Gewinn. Trotzdem deutete die verpasste Gelegenheit spätes Unheil an. So drehte sich der Vorteil letztlich im Dame-Turm-Endspiel ins Gegenteil. Der FM-Titel bleibt zwar in Reichweite, doch die Niederlage ist ein Rückschlag.

Am zweiten Brett kam nach längerer Abstinenz Marko Suchland zum Einsatz. Für ihn war es erst der vierte Einsatz im achten Spiel. Mit ihm sind wir deutlich stärker. So lag es nicht an Marko, dass wir als Mannschaft verloren. Sein Vortrag war gewohnt sicher und fehlerarm.

Bis zum 31. Zug tauschten sich alle Figuren vom Brett – bis auf die Läufer. Doch über die Diagonalen ließ sich kein Ungleichgewicht herbeiführen- Remis. Dennoch schuf der halbe Punkt zu dem Zeitpunkt gute Voraussetzung für einen Mannschaftserfolg.

Zumal Jonas zuvor am dritten Brett gegen Mattis Trätmar gewann. Er hatte angekündigt mit einem Randbauern die Partie beginnen zu wollen. Keiner hat es ihm ausreden können. Nach wenigen Zügen stand er total pleite. Dennoch wurde sein Mut belohnt. Sein Gegner verhedderte sich im Angriff, als er zwar einen Springer gewann, dafür aber seiner Dame die Fluchtfelder raubte.

Dazu das Diagramm zusammen mit seinem innerlichen Grinsen im Foto:

 

Kalle Goecke traf am vierten Brett auf Evgeni Kirnos. Ein spannendes Duell. Kalle erspielte sich eine vielversprechende Stellung – und verpasste den Vorstoß b5, der ihm einen dauerhaften Vorteil versprochen hätte.

Das spätere Endspiel erwies sich als so festgefahren, dass sich Kalle genötigt sah, beim Spielstand von 3:4 aus unserer Sicht, ein Remis zu vereinbaren. Damit besiegelte er unsere  Mannschaftsniederlage.

Zuvor musste ich am fünften Brett gegen Viktor Friesen klein beigeben. Dabei hatte ich mir zwischenzeitlich eine Gewinnstellung erspielt. Ich kam gut aus der Eröffnung und verpasste eine gewinnbringende Fortsetzung. Schließlich wurde ich Opfer meiner schwachen Rechenkraft.

Mario verlor ebenfalls.  Hier scheinen ihm schon erste Zweifel zu kommen:

Unsere zwei Ersatzleute an Brett sieben und acht hingegen punkteten ordentlich: Malte brachte sein Läuferpaar in einer offenen Stellung zur Geltung und kam zu einem klaren Sieg, Joshua vereinbarte gegen einen deutlich stärkeren Gegner ein Unentschieden.

Maltes Bauern sind bei entgegensetzten Rochaden am Damenflügel vorgestürmt. Die Partie dauert nicht mehr lange.

Fazit: Die Niederlage zählt zu den unglücklichen. Ein halber Punkt mehr, wäre absolut verdient gewesen. Nur das detaillierte Ausanalysieren von abwegigen Varianten über dem Salatteller der drei größten Schachenthusiasten unseres Vereines hilft darüber hinweg.

 

NRW-Klasse 8. Spieltag: Gütersloher SV : SK Werther 3,5:4,5 / Mesuds Sieg bringt den Klassenerhalt

Gütersloh (ehu). Mesud hat es immer eilig. Oft kommt er zu spät. Bei unserem Mannschaftskampf in Gütersloh sagte er mir kurz vor Spielbeginn, dass er um 15 Uhr wieder zuhause sein müsse, um ein wichtiges Fußballspiel seiner Kumpels zu sehen. Dort gehe es um den Aufstieg.

Bei uns ging es nur um den Klassenerhalt. Und den sicherten wir uns dank Mesuds schnellem Sieg gegen Matthias Kapitza. Nominell lag Mesud 300 DWZ-Punkte unter dem Vorsitzenden des Gütersloher SV. Im 24. Zug bot Mesud Remis, im 27. Zug sackte er den vollen Punkt ein. Ich konnte es nicht glauben. Zweimal habe ich nachgefragt, ob er wirklich gewonnen hat. Ein kurzes Kopfnicken seinerseits und schon verschwandt er zum Fußball. Er wird viel zu früh am Platz gewesen sein und sich sehr geärgert haben über das Zuviel an Zeit. Seine Kumpels spielten 1:1 und rutschten auf den dritten Tabellenplatz ab.

Hier sind zwei Diagramme aus seiner Partie, die ein Auf und Ab taktischer Chancen bot. In dem nachfolgenden Diagramm verpasste Matthias Kapitza den Einschlag auf f3, der für ihn die Partie gewonnen hätte:

Stattdessen spielte er Sb5 und entschied sich im 26. Zug zu dem Bauernvorstoß f6 – eine fehlerhafte Analogie zu Mesuds Vorstoß f3. Nach einem Schlagabtausch griff Mesud mit seinem Läufer die Dame an, die das Grundreihenmatt decken muss und daher nicht zur Seite ziehen kann. Sichtlich konsterniert gab Kapitza auf. Hier die Schlussstellung:

Unser zweiter Ersatzmann Joshua Schramm bekam es am achten Brett mit dem nominell besten Gütersloher zu tun: Manuel Ebert. Ihr Spielstärkeunterschied liegt bei fast 650 DWZ-Punkten.

Kurz vor seinem 40.Zug gab Joshua in aussichtsloser Stellung auf. Für seinen Einsatz spendierte ihm Jonas später ein Essen. Fairerweise hätten wir alle das Geld dafür zusammenlegen müssen. Aber wir anderen taten so, als hätten wir nichts zu schaffen mit solch selbstloser Nettigkeit. Wenn Jonas so dumm ist – bitteschön.

Anschließend liefen wir einem 2:3-Rückstand hinterher, nachdem Markus  immer tiefer in Bedrängnis geriet.

Er überließ seinem Gegner schließlich den Aufbau eines hübschen Mattbildes:

Bei Mario verlief die Partie ähnlich frustrierend: Er spuckte erst zwei Bauern und klebte am Ende mit seinem König  auf der achten Reihe fest.

Hier sein trauriges Schlussbild nach dem 41. Zug von Weiß:

Wieviel Glück wir letztlich hatten, zeigen zwei Partien. Die erste stammt von Kalle:

Gegen Noah Wulfhorst stand er mehrere Züge lang total breit: Zu seiner Freude verpasste sein Gegner in folgender Stellung die letzte Möglichkeit zu dem gewinnbringenden Zug Lxf3:

Stattdessen spielte Kalles Gegner im 23. Zug Sd7. Die Computerbewertung stürzt ab. Später servierte ihm Kalle ein Matt in sieben Zügen: 

Los geht’s mit 33. Dc6+.  Für Rechenfaule hier die Zugfolge bis zum Matt: Kd8 34.Qa8+Sb8 35.Qxb8+ Kd7 36.Qe8+Kc7 37.Rc6+Kb7 38.Qc8+Ka7 39.Rxa6#

Jan indes gewann so, wie Jan in dieser Saison immer seine Partien gewinnt: Er sitzt einfach da, stundenlang und starrt aufs Brett wie in ein Loch.

Irgendwann hat er irgendwas mehr. Fast immer reicht das zum Sieg. In den ersten Zügen einer Partie verhalte ich mich jetzt genauso. Ich sitze einfach da und starre aufs Brett wie in ein Loch. Irgendwann hab ich etwas weniger und geb’s auf. Es ist ein Rätsel.

Hübsch schloss er die Partie mit einem Damenopfer ab:

Ich will mein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Denn ich war es, der den halben Punkt zum Sieg beisteuerte: Heroisch verteidigte ich eine üble Stellung. Es gibt leider kein Foto von mir. Deswegen ein vergleichbares Bild, so wie ich mich selbst erlebt habe.

Zweimal bot mein Gegner während der ersten Züge die Punkteteilung an. Sein Vereinskollege erzählte mir, dass mein Gegner ein christlich-orthodoxes Fest feiern wolle. „Wenn du dich wohlfühlst, spiel weiter“, sagte Jan. Ich starrte aufs Brett wie in ein Loch und verlor zwei Bauern. Danach musste ich ums Remis betteln – Danke, Jan. Später bot ich Remis, mein Gegner lehnte ab – zurecht. Mehrmals musste ich Mattdrohungen abwehren. Jedes Schachgebot kommentierte der Gütersloher reichlich redundant mit dem Zusatz: „Schach!“. Einmal wollte ich zurückfragen:  „Wo?“ Ließ es aber bleiben. Ich mag die Gütersloher ja eigentlich. Am liebsten sind sie mir, wenn sie verlieren. Völlig fertig bin ich zwischenzeitlich ins Verderben getapert:  

Sf2 hat die Partie verpatzt. Besser wäre für mich das Turmschach auf f6 gewesen mit nachfolgendem, sinnleeren Kampf Turm gegen Turm und Springer. Doch glücklicherweise wählte mein Gegner das falsche Schachgebot: Sf3+. Gewonnen hätte Sf5+, weil mein Springer verloren geht, ohne dass ich den f-Bauern dafür bekomme. Die Zugfolge laut Engine ist für mein Empfinden kryptisch:  67. Nf5+ 68.Kh3Kf3 69.Ra2Rg3+ 70.Kh2Rg2+ 71..Kh3Ne7 72.Ra7Rg7 73.Kh4Kxf2 . Doch nach Sf3+ ließ mein Gegner die Zügel weiter schleifen und ich befreite mich endgültig. Das dritte Remisangebot nahm ich dankend an. „Schach!“ hätte ich dabei rufen sollen.

Beim Spielstand von 3,5:3,5 brauchten wir noch einen Sieg zum Mannschaftserfolg. Jonas war gefordert und er lieferte.

Wie so oft ist seine Schlusskombination mit Schwarz hübsch anzusehen:

Weiter ging es so: 60.Kxg4Rg7+ 61.Kxh4Rxf4+62.Kh5f2 63.Rd1+Ke5 64.d6Rd4 65.Rf1Rg2 und Aufgabe.

Durch den knappen Auswärtserfolg haben wir jetzt acht Punkte auf dem Konto und liegen zwei Spieltage vor dem Saisonende auf dem fünften Platz in der Tabelle – mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun.

Hier der Link zur Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/tabelle/

 

NRW-Klasse 7. Spieltag: SK Münster 3 : SK Werther 4,5:3,5 / Marios langer Arm

Münster (ehu) Der SK Münster gehört nach Größe in die Top-Twenty der Schachvereine in Deutschland. Seine Pokale bilden eine einschüchternd-lange Reihe, seine Schachbibliothek reicht über eine ganze Wand und der Verein kann sogar einen  Bundesfreiwilligendienstler beschäftigen.

Wir aber ließen uns nicht einschüchtern. Im Auswärtsspiel gegen Münsters Drittvertretung hätten wir in Bestbesetzung gewonnen. Das scheint mir keine gewagte Behauptung zu sein angesichts der knappen und ziemlich unglücklichen 3,5:4,5-Niederlage.

Am Anfang des Berichts erscheinen die einzigen zwei Sieger des SK Werther: Jonas und Mario. Wobei Mario nicht nur als Letzter gewann, sondern auch die dramatischste Partie des Tages produzierte. In folgendem Foto zieht er vor aller Augen genüsslich und mit langem Arm seinen Turm auf die weiße Grundreihe und gewinnt damit die Dame und nur etwas später die Partie.

Zuvor machten Marios weit vorgerückter Freibauer und sein wild umher hüpfender Springer dem Gegner das Leben schwer.

Jonas indes gewann mit einer hübschen Kombination:

Schlägt die schwarze Dame nun den Bauern auf e6, gewinnt die Antwort Tf8! die Dame. Schlägt in der anderen Variante der schwarze Springer den Turm, geht die Abwicklung ebenso hübsch weiter: 30. exf7+ Kh8 31. fxe8D+ Txe8 32. Dd1! und Weiß behält einen Läufer mehr (Dxe2 33.Dxe2 Txe2 34. Tf8 matt).

 

Das also waren die zwei Siege. Jetzt kommen in aller Kürze die drei Unentschieden:  Kalle am zweiten, Ekki am fünften und Miguel am siebten Brett steuerten je einen halben Punkt zur Niederlage bei. Kalles Stellung war nach meiner Einschätzung eher leicht schlechter, meine nach der Eröffnung klar besser und Michaels Stellung an irgendeiner Stelle gewonnen.

Nicht vorenthalten will ich dem Leser die drei Pleitepartien:

Zunächst stellte Markus als Weißer mit seinem Läufervorstoß nach d5 eine Figur ein, da Schwarz den Läufer einfach mit seinem Turm vom Brett nahm:

Anschließend verlor Rüdiger bei seinem Saisondebut ausgangs der Eröffnung einen Bauern. Kompensation null. Später verlor er noch einen zweiten Bauern beim Übergang ins Endspiel. Hier ist die Patzerstellung, in der er soeben g6 gezogen hatte und dabei den Einschlag Sxg6 übersah. Nach drei weiteren Zügen gab er auf:

Ausgerechnet unser Ersatzmann Felix Linnenbrügger saß am achten Brett dem ehemaligen  NRW-Meister Martin Molinaroli gegenüber. Der DWZ-Unterschied zwischen beiden betrug etwa 1000 Punkte. Im achten Zug unterlief Felix der erste unscheinbare aber schwere Fehler. Mit a6 befragte er den weißen Läufer. Damit ging forciert eine Figur flöten, weil Weiß den Springer schlug und nach dem Wiedernehmen des c-Bauern anschließend mit c5 den Läufer einklemmte:

Mir persönlich ist am Mannschaftskampf besonders positiv das spanische Lokal El Flamenco im Gedächtnis geblieben. Sehr zufällig landeten wir dort, nachdem die üblichen Imbiss-Spelunken noch geschlossen waren.

Kalle probierte zum ersten Mal in seinem Leben Hai. Die anderen hingegen hielten sich an das einstige Wahlkampfmotto Adenauers von 1957 und wagten keine Experimente.

Ich bestellte Hähnchenbrustfilet geschnetzelt in pikanter Tomatensoße mit Gemüse. Selten habe ich so gut gegessen. Sogar dem links-grün-versifften Gutmenschen schmeckte der Hai vorzüglich.

Hier der Link zur aktuellen Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/tabelle/

 

 

NRW-Klasse Nachholspiel vom 4. Spieltag: SK Werther : SV Königsspringer Lemgo 5,5:2,5 / Zweiter Mannschaftssieg

Werther (ehu). Wir haben uns auf den dritten Tabellenplatz katapultiert. Nachher warf ich mit der überschwenglichen Bemerkung, „Wir können sogar noch aufsteigen!“ einen Köder in die Runde. Niemand biss an.  Ein Aufstieg scheint tatsächlich unrealistisch, denn schließlich haben Kamen und Münster zwei Spiele weniger als wir absolviert.

Gegen Lemgo sahen die meisten Stellungen aus unserer Sicht ziemlich gut aus, noch dazu gewann Markus kampflos.

Kalle siegte auf Zeit, weil sein Gegner nach einer Lösung seiner Stellungsprobleme suchte, die es aber nicht gab. Er stand am Ende nach Kalles unschuldig anmutenden Bauernvorstoß total breit:

.

Unser Spitzenspieler Jan häufte in gewohnt geduldiger Hamstermanier mikroskopische Vorteile an. Die brachten ihm ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern ein. Die Partie führte er in 55 Zügen und sauberer Technik zum Sieg.

Hier ist Jans Schlussstellung als Schwarzer nach seinem Zug Ke5:

Unsere drei Ersatzleute spielten gut. Michael holte in überlegener Manier einen ganzen Punkt, nachdem er mit seinen Springern Vorposten eroberte, die der Lemgoer mit einem Qualitätsopfer zu bekämpfen versuchte. Doch auch dadurch entging sein König nicht Michaels Kreuzfeuer.

Es folgt Michaels Schlussstellung, in der er soeben einen Bauern auf d3 geschlagen hat  und durch die Fesselung des Springers einen Augenblick später die Aufgabe seines Gegners annimmt:

Die kurioseste Partie produzierte Mesud. Als Ersatzmann am siebten Brett spielte er gegen einen nur geringfügig stärkeren Gegner, denn Lemgo trat ebenfalls stark ersatzgeschwächt an. Zunächst kam Mesud 20 Minuten zu spät. Ich trat gerade an sein Brett als er die schwarze Dame nach h4 zog und prompt pleite stand. Nach der weißen Antwort Lg3 würde eine Figur verloren gehen.  Mesuds Gegner wählte zwar eine andere Fortsetzung, stand damit aber ebenfalls klar auf Gewinn. Erst im 33. Zug wendete sich das Blatt: Mesud pflückte ungeniert einen Turm vom Brett, der einzügig einstand. Zeitnot war – glaube ich – nicht im Spiel. Damit glich er seinen eklatanten Stellungsnachteil zunächst wieder aus, genaugenommen stand er sogar leicht besser. Doch zwei Züge später verspielte er seinen Vorteil. Dem Computer muss beim Durchlauf schwindelig werden angesichts der Höhen und Tiefen der Partie. Am Ende wurde es Remis. Die Schlussstellung aus schwarzer Sicht  ist ein Diagramm wert:

Der Computer bewertet die Stellung mit 0.0 und zeigt ein Dauerschach nach Sxc8.  Ich habs nicht gesehen, denn dafür muss Schwarz seinen Turm auf g3 opfern und erkennen, dass der weiße Turm nach dem anschließenden Damenschach gefesselt ist. Darüber hinaus muss man sehen, dass eine Königsflucht über g4 wegen Damenverlust ins Verderben führt. Ist eigentlich eine niedliche Trainingsübung zum Rechnen.

Kacper spielte ordentlich und erreichte ein recht unspektakuläres Remis nach 17 Zügen.

Details zu Jonas Partie erspare ich mir und den Lesern. Sie war ein Hemmnisduell mit geschlossener Bauernformation und führte zum gerechten Unentschieden. Bei der Analyse im Outside nahm sie zwar den meisten Raum ein und unsere Spitzenspieler bezeichneten die Stellung unisono als „sehr spannend“ – ich fand sie langweilig.

Eine Partie fehlt noch: meine. Das Ergebnis darf angesichts unseres heroischen Sieges unter den Tisch fallen.

Zwei Details am Rande: Zum einen kam der Schiedsrichter, Detlev Hübner, etwa eine Dreiviertelstunde zu spät. Er hatte wohl den falschenZug genommen. Wir begannen ohne ihn, Streitfälle gab es keine.

Zum anderen drückte Michael beim Anstellen der Uhr unbemerkt den falschen Knopf. So blieb die Zeit bei den Anfangszügen seiner Partie stehen, bis sein Gegner den Faux-Pas bemerkte. Man kann Michael nicht trauen: In einer Blitzpartie mit mir hat er mal seine eigene Figur geschlagen und vom Brett genommen – blöd wie ich bin, hab ich’s reklamiert …

Hier ist der aktuelle Tabellenstand der NRW-Klasse als Link: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/

 

NRW-Klasse 6. Spieltag: SK Werther : KS Hamm 6,5:1,5 / Erster Mannschaftssieg

Werther (ehu).  Nach dem dritten Spiel folgt überraschend der sechste Spieltag. Die Schach-NRW-Klasse 1 ist ein wenig durcheinander geraten. Grund sind die  Verlegungswünsche unserer zwei Gegner vom vierten und fünften Spieltag.

Sei’s drum,  gegen Königsspringer Hamm haben wir klar gewonnen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Es ist der erste Mannschaftssieg der Saison. Keiner von uns verlor, fünf gewannen.

Entspannt führten die Sieger im Outside ihre Partien vor.  Nur wenige Male warfen sich Jan und Jonas konträre Einschätzungen um die Ohren. Kalle vermittelte, der Rest schwieg Stille – alles wie immer.

Malte Prochnow, unser Ersatzmann für Rüdiger am achten Brett, hatte leichtes Spiel gegen einen knapp 300 Punkte schwächer eingestuften Gegner: Seinem Königsangriff widersetzte sich der Hammer nur halbherzig.

Hier ist Maltes Schlussstellung:

Der letzte Zug war 22.Tf4. Weiß droht einen Schwenk auf die h-Linie. Die Drohung kann nur mit einem sinnlosem Damenopfer pariert werden. Der Mann vom KS Hamm zog die Aufgabe vor. Nach kaum zwei Stunden Spielzeit markierte Malte damit die Führung.

Als nächstes steuerte ich recht glücklich einen halben Punkt bei, weil mein Gegner Remis bot, obwohl seine Figuren deutlich aktiver stehen als meine. Der Zug a4! hätte für Schwarz einen gewinnbringenden Vorteil gebracht:

2,4 Bauerneinheiten im Plus bewertet der Computer hier die schwarze Stellung. Es war eine von zwei Partien, die für uns mit einer Niederlage hätten enden können.

Die andere Verluststellung bekam Mario aufs Brett:

Unser Mann hat soeben den Zug Teb8 ausgeführt. Nach der schwarzen Antwort b4! wäre Marios Springer flöten gegangen. Stattdessen hüpfte der Hammer etwas planlos mit seinem Springer nach f4, was nichts droht. Die Kombination ist wegen eines Turmrückzuges im dritten Zug nicht leicht zu sehen, wie ich finde – 1.b4 Rxc7 2.Rxc7 Rb7 3.Rc2!!

Später ließ Marios Gegner eine ähnliche Möglichkeit noch einmal verstreichen, so dass Mario im 40. Zug ins Remis entkam.

Es folgten ein paar Siege: Markus setzte in einem Damenendspiel seinen Mehrbauern durch,

Jonas hatte Spaß in einem überlegenen Läuferduell

und Marco suchte nach einem Totschläger in einem haushoch gewonnenem Mittelspiel, fand ihn aber nicht und ließ die Zügel etwas schleifen.

Erst im  64. Zug  gab sein Gegner auf. Hier ist die Schlussstellung nach dem Krebsgang von Marcos König:

Zuvor hatte Kalle mit einer hübschen Kombination den Sieg eingefahren.

Die Zugfolge präsentierten die Mannschaftskameraden im Outside als Aufgabe. Hier ist sie – Weiß zieht und gewinnt in drei Zügen eine Figur:

Hier der Link zur aktuellen Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/

 

NRW-Klasse 3. Spieltag: SV Kamen – SK Werther 4:4 / Hufendieks Springertrick

Kamen (ehu). Mit einer halben Stunde Verspätung startete der Kampf – ein Unding. Als die Kamener die Spieltische im Flur der Volkshochschule aufgebaut hatten, wunderte nicht nur mich die unmittelbare Nähe zur Herren-Toilette: Nur einen Meter weiter und unser Ersatzmann Reinhard Geisler hätte direkt in der offenen Klotür seine Züge ausführen müssen.

Als Bretter und Figuren aufgestellt waren, fragte ein Kamener in die Runde, ob es jemanden zu dunkel zum Spielen sei. Die Frage verdeckte eine bis dahin vorenthaltene Info: Im Flur ließ sich offenbar kein Licht einschalten. Ich wollte vorschlagen, die Tür zur Damentoilette am zweiten Brett ebenfalls zu öffnen, damit das Licht von dort – plus das Licht aus der Herrentoilette – einen Teil des Flures erhelle.

Doch Jonas kam mir zuvor und merkte an, dass der Kampf durchaus bis fünf Uhr dauern könne, und es zu dem Zeitpunkt stockdunkel wird. Das erzwang einen Umzug vom Erdgeschoss ins Obergeschoss. Über zwei Treppen balancierten die Spieler die Figuren auf den  Brettern.

Im neuen Raum ließ sich elektrisches Licht zuschalten. Nie hätte ich gedacht, das mir das eine freudige Erwähnung wert ist. Ein Kamener fragte, ob es hier auch eine Toilette gebe. Nein. Eine Enttäuschung war ihm hinter seiner Maske garnicht anzusehen.

Kurz zum Kampf: Die Kamener spielen zwar gerne in unmittelbarer Nähe zu ihren Toiletten, sind aber zugleich sehr spielstark. Nahezu alle Aktiven in der ersten Mannschaft rangieren jenseits der 2000 DWZ.  Sie waren die Favoriten, wir die Außenseiter.

Davon schien sich nur einer unserer Recken einschüchtern zu lassen:  Markus Henkemeier vereinbarte am fünften Brett für meine Begriffe zu früh Remis. Keine 15 Züge dauerte seine Partie. Unser Spitzenspieler Jan Haskenhoff dagegen grübelte gewohnt intensiv über jeden Zug. Angesichts seiner wiederkehrenden Zeitnot manchmal zu intensiv. Doch rentierte sich sein tiefer Blick: Er gewann durch einen Springerabzug die Qualität und markierte kurze Zeit später sicher die 1,5:0,5-Führung des SK Werther. Wenn er doch nur mehr Turniere spielen würde – vermutlich hätte er einen Anspruch auf den Fidemeistertitel längst erspielt. Zudem hätte ich Stoff für einen guten Zeitungsartikel.

Nach Jans Sieg verlor Hacker am achten Brett eine Figur und Mario Ortpaul gab zwei Züge vor einem unvermeidlichen Turm-Springermatt auf. Auch Marko Suchland strich am zweiten Brett die Segel, kurz nachdem er in vermutlich aussichtsloser Stellung die Zeit überschritt. Jonas vereinbarte zwischenzeitlich Remis , so dass wir 2:4 zurücklagen.

Doch endlich einmal spielte ich groß auf: Nach einer kleinen Unachtsamkeit meines Gegners entkorkte ich ein hübsches Springeropfer: Sxg4!

Zauberzug, wie Kalle sagen würde. Zu meinem Glück nahm der Kamener das Opfer an. Andernfalls reicht die Abwicklung laut Computer nur zu einer ausgeglichenen Stellung – egal. Die Idealfolge aus meiner Sicht geht so: gxf4 f3+; Kg1 f2+; Kg2 Txh1; Kxh1 Lxe4+! Ich spielte zwar schon nach Kg2 den Zug Lxe4, gewann damit aber auch.

Kalle oblag es schließlich mit Hilfe eines Erfolges für Werther am dritten Brett, ein Unentschieden gegen den SV Kamen herauszuquetschen.

Seine Stellung als Schwarzspieler sah vielversprechend aus: Ein aktiver Turm, zwei verbundene Freibauern auf der vierten Reihe und ein sehr gut postierter Springer auf der zweiten Reihe. Einzig die Vielzahl an gut aussehenden Fortsetzungen war zermürbend. Kalle zog umständlich. Beide Kontrahenten wandelten einen Bauern um. Weil unser Mann aber einen Zug eher am Drücker war, strickte er mit Hilfe einiger Schachgebote ein Mattnetz. 4:4 – für uns eher Punktgewinn als Punktverlust.

Hier der Link zur Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/

NRW-Klasse 2. Spieltag: SK Werther – Schach Nienberge 4:4 / Mindaks Mattfalle

Werther (ehu). Der SK Werther hat am zweiten Spieltag der NRW-Klasse den ersten Saisonpunkt ergattert. Im Heimspiel gegen Schach Nienberge aus dem Münsterland traten beide Mannschaften ersatzgeschwächt an. Im Team des SK fehlten die zwei spielstärksten Akteure: Jan Haskenhoff genoss seine Flitterwochen in der Karibik und Marko Suchland kurierte eine Erkältung aus.

Dafür aber trumpfte ein Ersatzmann groß auf: Kacper Mindak aus der zweiten Mannschaft inszenierte am achten Brett einen ansehnlichen Königsangriff und lockte am Ende seinen knapp 500 Wertzahlpunkte stärkeren Gegner mit einem wunderschönen Turmopfer in eine Mattfalle. Hier der Schluss der Partie:

Der mit den schwarzen Steinen spielende Nienberger Franz Althoff (DWZ 1981)  hat soeben den Bauern auf g2 geschlagen. Kacper setzte daraufhin mit Th6+ einen hübschen Punkt.

Reinhard Geisler, Mario Ortpaul und Markus Henkemeier erreichten  stellungsgerechte Unentschieden. Währenddessen profitierte Jonas Freiberger am ersten Brett von einem krassen Fehler: Sein Nienberger Kontrahent stellte einen Läufer einzügig ein und gab sofort auf.

Beim Spielstand von 3,5:3,5 blieb es in der letzten laufenden Partie am zweiten Brett spannend: Werthers Mannschaftsführer Karl-Ulrich Goecke opferte einen Turm für einen Läufer, um im Endspiel einen gefährlichen Freibauern auf der siebten Reihe zu installieren. Doch sein Nienberger Kontrahent blieb wachsam und hielt die Stellung im Gleichgewicht.

Link zur Tabelle: https://nrw.svw.info/ergebnisse/show/2021/3673/tabelle/